Chronik
Die Chronik des TVB
Der Taxi Verband Berlin, Brandenburg e.V. ist seit dem 5. Mai 1975 als Gewerbevertretung des Taxi- und Mietwagengewerbes aktiv.
Zunächst standen eher die Betriebe mit angestellten Fahrern im Fokus, sehr bald traten aber auch viele Einzelunternehmer dem Verband bei. Die gemeinsamen Interessen wie etwa Tariferhöhungen und Schaffung von Qualitätsstandards machten das möglich.
Nach dem Fall der Mauer traten auch viele Einzelunternehmer aus den östlichen Stadtbezirken bei. Wenige Jahre später wurden auch Unternehmen in Brandenburg nach einer Namensänderung Mitglied im TVB.
In den 90er Jahren wurde das Taxi- und Mietwagengewerbe zunehmend von Kriminellen zum Zwecke der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und des Sozialversicherungsbetrugs unterwandert, ohne dass die Genehmigungsbehörden zahlenmäßig und fachlich in der Lage waren, dieser Geschäftsschädigung wirksam entgegenzutreten. Es setzte ein Verfall der Umsätze ein und damit ein Verfall der Einnahmen und der Löhne aller Fahrer.
Der TVB begann in den Nuller-Jahren, dieser ruinösen Wettbewerbsverzerrung Einhalt zu gebieten. Das Bundesfinanzministerium suchte zu dieser Zeit auch schon nach Möglichkeiten, diesem kriminellen Treiben Einhalt zu gebieten und beauftragte die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt (PTB), eine digitale Aufzeichnung der Taxameterdaten zu entwickeln. Der TVB unterstützte in vielen Sitzungen bei der PTB diese Bemühungen mit dem Fachwissen seiner Mitglieder.
Als Ergebnis wurde der Fiskaltaxameter nach langen Verhandlungen mit den zuständigen Behörden 2017 in Berlin eingeführt.
Der TVB arbeitete aber auch im Interesse seiner Mitglieder für mehr Kundenfreundlichkeit. So konnte im gleichen Jahr die verpflichtende Einführung der bargeldlosen Zahlung in allen Berliner Taxis erreicht werden. Damit war Berlin das erste Pflichtfahrgebiet in Deutschland, das diesen heute selbstverständlichen Service allen Fahrgästen anbieten konnte.
Der TVB unterstützt auch Bemühungen, die Taxis an stark gefragten Halteplätzen wie Flughafen oder Messe so zu steuern, dass die Fahrgäste auch in Spitzenzeiten nicht auf ein Taxi warten müssen. Hier hat sich die gute Zusammenarbeit mit Taxi Berlin seit vielen Jahren sehr bewährt.
In Brandenburg ist der TVB seit den Nuller Jahren die einzige Gewerbevertretung, die Verträge mit den Krankenkassen verhandeln und abschließen kann. Ohne diese Verträge würde im wichtigsten Marktsegment der Brandenburger Taxis jeder Unternehmer den anderen ruinös unterbieten. Karl-Heinz Kirle aus Potsdam und seit vielen Jahren Mike Kehrer aus Petershagen vertreten hier die Interessen der Taxiunternehmen in allen Brandenburger Landkreisen.
Gegenwärtig beschäftigen zwei Probleme die Mitglieder des TVB in besonderem Maße. Zum einen ist für Brandenburg wie Berlin die Lösung der Probleme der Ladeberechtigungen der Brandenburger Taxis in Berlin und der Berliner Taxis am BER noch nicht gefunden worden.
Zum anderen müssen sich die mit Fiskaltaxametern ausgestatteten Berliner Taxis einem ruinösen Wettbewerb mit illegal arbeitenden Mietwagen stellen, der nur gewonnen werden kann, wenn beide Anbieter mit digitaler Umsatzerfassung ausgestattet sein werden. Dank intensiver Bemühungen vieler Gewerbevertreter im Bundesverband BVTM – in dem auch der TVB Mitglied ist – werden ab 2026 auch die Mietwagen mit dem TSE-Wegstreckenzähler alle steuerlich und sozialversicherungsrechtlich relevanten Daten erfassen müssen und so einen fairen Wettbewerb für Taxi und Mietwagen in Berlin und Brandenburg ermöglichen.
Dafür treten wir vom TVB entschlossen ein.





